Meine Wut

Wow, ich habe meinen letzten Artikel vor  knapp 2 Monaten geschrieben. Seitdem ist viel passiert, was ich euch gerne berichten möchte.

Ich habe euch ja bereits geschrieben, dass ich ein Coaching mitmache. Ich mache es nun schon seit 5 Jahren. Und Ende letzten Jahres war es nun soweit, dass das, was mich jahrelang – man kann schon Jahrzehntelang- angetrieben hat, nun verpufft ist: Meine Wut.

Meine innere Glaubenssatz war „Ich zeig es euch!“ 🙂 Der brachte einen sehr unruhigen inneren Antrieb – mit viel schlechter Laune und hoher Ungeduld. Damit war ich auch sehr intolerant Menschen gegenüber, die lange brauchen, um etwas einzusehen oder es eben auch nie einsehen werden. Bei mir musste die Änderung sofort her ohne Rücksicht auf den Entwicklungsstand der Anderen. Ist beim Thema Betriebsklima schwer, da sich Hierarchien auch nicht von heute auf morgen eingeführt haben. Der Blog war eine Hilfe, die Wut und die Ungeduld immerhin in positive Bahnen zu lenken.

Jetzt ist die Wut weg. Es ist schon faszinierend, wenn man einen Faktor, der einen gefühlt sein Leben lang angetrieben hat, weg ist. Anfangs war es echt schwer, das auszuhalten. Ich habe mich antriebslos gefühlt, fast schon sinnlos. Nach und nach habe ich gelernt, positive Gefühle in den Vordergrund wahrzunehmen. Ich spüre immer mehr eine innere Ausgeglichenheit und eine Ruhe und eben eine grosse Geduld. Ich nehme meine Umwelt viel bewusster wahr. Sehr anschaulich für mich, ist die Veränderung beim Gehen zu sehen. Das schnelle Tempo was ich bisher an den Tag legte, ist einer langsameren, bewussteren Gangart gewichen. Statt, dass ich alle überhole, überholen mich nun alle 🙂

Während dieser knapp 2 Monate ist mir aufgefallen, dass Betriebsklima eigentlich nur ein Teil „meines“ Themas sein muss. Es gibt, wie das Leben halt so spielt, immer auch andere Strömungen und Menschen, die einen begegnen. Wie ein Zug, in dem man fährt: es kommen neue Leute hinzu oder Dinge, wie Bücher, findet man auf der Reise. Manche davon bleiben; andere verschwinden wieder.

Nun war es im letzten Jahr so, dass es ein paar Strömungen auf mich zukamen, die für mich zunächst unabhängig waren. Zum einen habe ich mich wahnsinnig geärgert, dass wir als Familie so viel Plastik-Müll verursachen und habe diversen Foren und Blogs  angefangen zu lesen, die beschreiben, wie man selbst selbst Waschmittel, Shampoo oder Geschirrspülmittel herstellt. Fast parallel habe ich per Zufall das Buch Es reicht! von Serge Latouche gelesen, in dem es gegen den Wachstumswahn unserer Gesellschaft geht. Ich habe mich vorher schon für Regionalwährungen und bedingungsloses Grundeinkommen interessiert, aber in dem Buch erhalten die Themen unter dem Begriff „Degrowth“ eine zusammenhaltende Klammer.

Somit ist das „gute Betriebsklima“ auch nur ein kleiner Baustein. Denn vor allem hat mich ja das Hierarchische genervt und am schlimmsten hierarchisch l(i)ebende Chefs, die keine Vision haben. Jetzt kann ich mir die Frage auch beantworten, warum es so wenige in der Lage sind, eine Vision nennen zu können. Eine Vision kann ich natürlich nur haben, wenn ich nicht einfach etwas mache, um Geld zu verdienen, sondern etwas vom Herzen her mache.

Nun möchte ich mir meine Vision klarer machen; das Thema „gutes Betriebsklima“ wird aber definitiv „nur“ ein kleiner Teil davon sein. Ich werde euch wieder regelmässiger berichten, aber eben nicht nur zum Thema Betriebsklima. Wahrscheinlich wirken die Themen noch sehr durcheinander, aber ich verspreche Euch, irgendwann passen die Themen auch alle zusammen.

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