Teamphasen nach Tuckmann

Jedes Team durchläuft verschiedene Phasen. Nach Tuckmann sind es die folgenden 4:

  • Forming
    Anfangs sind Retrospektiven recht formal, da das Team erstmal entstehen muss. Man ist sehr höflich zueinander. Die Teammitglieder spielen ihre Rolle, um zu schauen, wie die anderen sind und reagieren.
  • Storming
    Irgendwann kann man diese Fassade nicht mehr aufrechterhalten und es entstehen die ersten Konflikte in der Zusammenarbeit. Aus Erfahrung weiss ich, dass es meist im 3. Sprint so weit ist. In der sogenannten Storming Phase wird um Machtpositionen gekämpft, Meinungen strikt vertreten und persönliche Differenzen zwischen Teammitgliedern untereinander deutlich. Die Projektleitung wird möglicherweise angegriffen, Vorgehensweisen in Frage gestellt oder einzelnen Workshop-Methoden.
  • Norming
    Wenn diese Phase sinnvoll begleitet wird, so dass jeder am Ende seine Aufgaben und seine Rolle zur Zielerreichung kennt, sowie Teamregeln aufgestellt und etabliert haben, so glätten sich die Wogen wieder und das Wir-Gefühl ist entstanden. Wir sind nun in der Norming-Phase. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit im Team. Es werden Ideen, Gedanken und Wissen ausgetauscht und bewertet.
  • Performing
    Fliessend geht es dann in die Performing Phase über, in der sich das Team überwiegend selbst steuert. Konflikte und Probleme werden offen angesprochen und in der Regel gelöst.
  • Adjourning
    In der letzten Phase löst sich das Team wieder auf.

Diese unterschiedlichen Phasen müssen dem Projektleiter bekannt sein und dementsprechend beachtet werden, um ein Team von einer Phase in die nächste Phase zu bewegen. Auch bei vielen Workshops (Retrospektive) müssen diese Teamphasen beachtet werden, um sie sinnvoll zu gestalten.


Referenzen