Wir Menschen werden oft als Wesen der Gewohnheit beschrieben. Angesichts der enormen Anzahl von etwa 20.000 Entscheidungen, die wir täglich treffen, ist es kaum möglich, jede einzelne bewusst zu fällen. Stattdessen verlassen wir uns auf eine Art «Autopilot», der uns in gewohnten Situationen und auf bekannte Trigger hin unbewusst handeln lässt.

Kennst du deine persönlichen Autopiloten? Bist du dir bewusst, welche Routinen und Gewohnheiten dein Leben unbewusst steuern? Und wichtiger noch: Weisst du, ob sie förderlich oder hinderlich für dein Wohlbefinden und deine Lebensziele sind?

In diesem Artikel möchte ich dir helfen, deinen Gewohnheiten auf die Schliche zu kommen. Und ich möchte dir zeigen, wie du mit Hilfe deiner Gefühle prüfen kannst, ob sie dir noch dienlich sind oder überarbeitet oder vielleicht sogar losgelassen werden sollten.

Routinen und Gewohnheiten

Wir Menschen sind nicht in der Lage, jede unserer Entscheidungen bewusst zu treffen – es sind einfach zu viele. Wissenschaftlicher schätzen, dass zwischen 70% [1] und 95% [2] unserer täglichen Entscheidungen unbewusst getroffen werden. Bei einer durchschnittlichen Anzahl von 20.000 Entscheidungen [3] pro Tag bedeutet dies, dass ein enormer Anteil unserer Handlungen automatisiert abläuft.

Diese Automatisierung wird durch Gewohnheiten ermöglicht. Gewohnheiten sind wiederholte Routinen – Abläufe, die wir uns einst bewusst erarbeitet haben und die durch ständige Wiederholung zu einem Teil unseres Unterbewusstseins geworden sind[4]. Ein klassisches Beispiel ist das Fahrradfahren: Anfangs mussten wir uns konzentrieren und üben, doch mit der Zeit wurde es zur zweiten Natur, und heute denken wir nicht mehr darüber nach, wie wir Radfahren.

Wie aus Routinen Gewohnheiten werden

Gewohnheiten können sehr nützlich sein, da sie uns Zeit und Energie sparen. Allerdings gibt es auch Gewohnheiten, die uns zwar einst dienten, heute jedoch unser persönliches Wachstum und Fortkommen hemmen. Oft drehen wir uns buchstäblich im Kreis, gefangen in veralteten Mustern. Ein Hinweis darauf, dass eine Gewohnheit überholt ist, sind negative Emotionen wie Wut, Ärger oder Frustration, die beim Ausführen dieser Gewohnheit aufkommen.

Indem wir uns dieser Gewohnheiten bewusst werden, können wir sie identifizieren und verändern. Achtsamkeit ermöglicht es uns, überholte Routinen zu erkennen und sie unseren aktuellen Bedürfnissen und Wünschen entsprechend anzupassen.

Routinen und Gewohnheiten

Wir Menschen sind nicht in der Lage, jede unserer Entscheidungen bewusst zu treffen – es sind einfach zu viele. Wissenschaftlicher schätzen, dass zwischen 70% [1] und 95% [2] unserer täglichen Entscheidungen unbewusst getroffen werden. Bei einer durchschnittlichen Anzahl von 20.000 Entscheidungen [3] pro Tag bedeutet dies, dass ein enormer Anteil unserer Handlungen automatisiert abläuft.

Wie aus Routinen Gewohnheiten werden

Diese Automatisierung wird durch Gewohnheiten ermöglicht. Gewohnheiten sind wiederholte Routinen – Abläufe, die wir uns einst bewusst erarbeitet haben und die durch ständige Wiederholung zu einem Teil unseres Unterbewusstseins geworden sind[4]. Ein klassisches Beispiel ist das Fahrradfahren: Anfangs mussten wir uns konzentrieren und üben, doch mit der Zeit wurde es zur zweiten Natur, und heute denken wir nicht mehr darüber nach, wie wir Radfahren.

Gewohnheiten können sehr nützlich sein, da sie uns Zeit und Energie sparen. Allerdings gibt es auch Gewohnheiten, die uns zwar einst dienten, heute jedoch unser persönliches Wachstum und Fortkommen hemmen. Oft drehen wir uns buchstäblich im Kreis, gefangen in veralteten Mustern. Ein Hinweis darauf, dass eine Gewohnheit überholt ist, sind negative Emotionen wie Wut, Ärger oder Frustration, die beim Ausführen dieser Gewohnheit aufkommen.

Indem wir uns dieser Gewohnheiten bewusst werden, können wir sie identifizieren und verändern. Achtsamkeit ermöglicht es uns, überholte Routinen zu erkennen und sie unseren aktuellen Bedürfnissen und Wünschen entsprechend anzupassen.

Achtsamkeit als Schlüssel zum Erkennen überholter Gewohnheiten

Stell dir einmal vor, wie du zur Arbeit gehst oder fährst. Schliesse für einen Moment die Augen und lass dich gedanklich auf diesen Weg mitnehmen. Und dann, mitten in der Bewegung, sage dir innerlich «Stopp» und halte inne. Was siehst du jetzt um dich herum? Was hörst und riechst du vielleicht? Nimmst du die Menschen wahr, die an dir vorbeiziehen, oder die vielen Autos in der Schlange? Das ist Achtsamkeit – im Moment sein, sich nicht treiben lassen, sondern bewusst wahrnehmen. Für mich ist es wie ein An- und Ausschalter: Die Zeit bleibt zwar nicht stehen, aber alles scheint in Zeitlupe, fast verzerrt abzulaufen. In diesen Momenten werde ich mir erst wieder bewusst, wie hastig ich durch die Welt gelaufen bin. Ich atme durch, lächle oft und setze meinen Weg dann langsamer fort.

Achtsamkeit ist daher ein so mächtiges Werkzeug, um uns unserer Gewohnheiten bewusst zu werden. Indem wir innerlich «Stopp» sagen und uns nur auf das Jetzt konzentrieren, können wir unsere wahren Gefühle wahrnehmen – seien es Wut, Zorn, Angst oder Freude.

Du kannst dir auch mal «Stopp», während du eine Aufgabe machst und schau dir an, was du geschaffen hast.

Suchst du nach konkreten Impulsen und Methoden, um mehr Achtsamkeit in deinen Alltag zu integrieren? In diesem Blog-Beitragsechs Impulse. beschrieben, die dir dabei helfen können.

Frau die achtsam auf ihre Arbeit schaut
Frau die achtsam auf ihre Arbeit schaut

Achtsamkeit ist daher ein so mächtiges Werkzeug, um uns unserer Gewohnheiten bewusst zu werden. Indem wir innerlich «Stopp» sagen und uns nur auf das Jetzt konzentrieren, können wir unsere wahren Gefühle wahrnehmen – seien es Wut, Zorn, Angst oder Freude.

Du kannst dir auch mal «Stopp», während du eine Aufgabe machst und schau dir an, was du geschaffen hast.

Suchst du nach konkreten Impulsen und Methoden, um mehr Achtsamkeit in deinen Alltag zu integrieren? In diesem Blog-Beitragsechs Impulse. beschrieben, die dir dabei helfen können.

Unsere Gefühle als Kompass

Negative Gefühle signalisieren oft, dass etwas in unserem Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist. Der erste wesentliche Schritt, um dies zu adressieren, ist die bewusste Wahrnehmung dieser Gefühle durch Achtsamkeit. Der zweite Schritt ist die Erkenntnis, dass jede Emotion – ob positiv oder negativ – eine Chance für persönliches Wachstum darstellen kann. Der dritte Schritt verlangt von uns, die Gewohnheiten zu identifizieren.

Aus eigener Erfahrung kenne ich das Muster des Lästerns nur zu gut – eine Gewohnheit, die durch bestimmte Personen oder deren Verhalten und Kommentare angestossen wurde. Die Entscheidung liegt immer bei mir: Bleibe ich in dem alten überholten Muster, das nicht nur meine eigene Entwicklung blockiert, sondern auch ein negatives Umfeld schafft, oder nutze ich diese Erkenntnis als Anstoss zur Selbstreflexion? Was löst die andere Person in mir aus? Ist es Neid, und wenn ja, worauf genau? Wenn ich etwas leben will, das andere leben, warum erfülle ich es mir nicht selbst? Oder will ich etwas vielleicht sogar loslassen, was andere mir einfach spiegeln? Welche früheren Erlebnisse halten mich zurück? Oder ist es eine Frage der Grenzen, die ich nicht klar kommuniziert habe?

Strichmännchen in verschiedenen Emotionen

Vor dir liegen stets mindestens zwei Wege: In der Gewohnheit verharren oder innehalten und die begleitenden Emotionen reflektieren. Wie fühlst du dich in diesem Moment? Wütend? Verärgert? Ausgeglichen? Überfordert? Ängstlich? Glücklich? Alle Emotionen sind zulässig, ebenso wie alle deine Reaktionen. Doch wenn wir uns unserer Emotionen bewusst werden, übernehmen wir das Ruder und können unser Leben aktiv gestalten.

Fazit

Unsere Gewohnheiten wirken oft im Verborgenen und beeinflussen täglich unsere Entscheidungen, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Sie werden durch bestimmte Situationen und Personen getriggert, die wiederum Emotionen in uns auslösen. Indem wir uns mithilfe der Achtsamkeit dieser Emotionen und der dahinterliegenden Gewohnheiten bewusst werden, eröffnet sich die Möglichkeit, uns weiterzuentwickeln und überholte Muster zu verändern.

Hast du schon einmal eine Gewohnheit bei dir entdeckt, die dich eher behindert als unterstützt hat? Wie bist du damit umgegangen und welche Veränderungen hast du dadurch in deinem Leben erfahren? Erinnere dich an einen Moment, in dem Achtsamkeit dir zu einer wichtigen Erkenntnis über dich selbst verholfen hat. Wie hat sich das für dich angefühlt und was hast du daraus gelernt? Teile deine Geschichten und Erfahrungen mit uns. Deine Einsichten können eine Inspiration für andere sein und zeigen, wie mächtig die Verbindung von Achtsamkeit und dem Bewusstsein für unsere Gewohnheiten sein kann.

  1. Hans-Georg Häusel (2019) Emotional Boosting, 3. Auflage, Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg, S. 13
  2. Andrea Kiesel (2020) Verarbeitet das Gehirn 95% Prozent aller Informationen unbewusst? im Spektrum, Letzter Zugriff: 12.12.2023
  3. Ernst Pöppel (2008) Zum Entscheiden geboren, Hirnforschung für Manager, Carl Hanser Verlag München, S. 19
  4. Maren Urner (2016) Wie wir schlechte Gewohnheiten brechen, Perspective Daily, Letzter Aufruf: 12.12.2023
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  • Creative Professional Erstellen eines Mood Boards im Büro von FreshSplash, iStock.com/FreshSplash

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Dies ist eine atemberaubende Lage! von ljubaphoto, iStock.com/ljubaphoto

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Wir Menschen werden oft als Wesen der Gewohnheit beschrieben. Angesichts der enormen Anzahl von etwa 20.000 Entscheidungen, die wir täglich treffen, ist es kaum möglich, jede einzelne bewusst zu fällen. Stattdessen verlassen wir uns auf eine Art «Autopilot», der uns in gewohnten Situationen und auf bekannte Trigger hin unbewusst handeln lässt.

Kennst du deine persönlichen Autopiloten? Bist du dir bewusst, welche Routinen und Gewohnheiten dein Leben unbewusst steuern? Und wichtiger noch: Weisst du, ob sie förderlich oder hinderlich für dein Wohlbefinden und deine Lebensziele sind?

In diesem Artikel möchte ich dir helfen, deinen Gewohnheiten auf die Schliche zu kommen. Und ich möchte dir zeigen, wie du mit Hilfe deiner Gefühle prüfen kannst, ob sie dir noch dienlich sind oder überarbeitet oder vielleicht sogar losgelassen werden sollten.

Routinen und Gewohnheiten

Wir Menschen sind nicht in der Lage, jede unserer Entscheidungen bewusst zu treffen – es sind einfach zu viele. Wissenschaftlicher schätzen, dass zwischen 70% [1] und 95% [2] unserer täglichen Entscheidungen unbewusst getroffen werden. Bei einer durchschnittlichen Anzahl von 20.000 Entscheidungen [3] pro Tag bedeutet dies, dass ein enormer Anteil unserer Handlungen automatisiert abläuft.

Diese Automatisierung wird durch Gewohnheiten ermöglicht. Gewohnheiten sind wiederholte Routinen – Abläufe, die wir uns einst bewusst erarbeitet haben und die durch ständige Wiederholung zu einem Teil unseres Unterbewusstseins geworden sind[4]. Ein klassisches Beispiel ist das Fahrradfahren: Anfangs mussten wir uns konzentrieren und üben, doch mit der Zeit wurde es zur zweiten Natur, und heute denken wir nicht mehr darüber nach, wie wir Radfahren.

Wie aus Routinen Gewohnheiten werden

Gewohnheiten können sehr nützlich sein, da sie uns Zeit und Energie sparen. Allerdings gibt es auch Gewohnheiten, die uns zwar einst dienten, heute jedoch unser persönliches Wachstum und Fortkommen hemmen. Oft drehen wir uns buchstäblich im Kreis, gefangen in veralteten Mustern. Ein Hinweis darauf, dass eine Gewohnheit überholt ist, sind negative Emotionen wie Wut, Ärger oder Frustration, die beim Ausführen dieser Gewohnheit aufkommen.

Indem wir uns dieser Gewohnheiten bewusst werden, können wir sie identifizieren und verändern. Achtsamkeit ermöglicht es uns, überholte Routinen zu erkennen und sie unseren aktuellen Bedürfnissen und Wünschen entsprechend anzupassen.

Routinen und Gewohnheiten

Wir Menschen sind nicht in der Lage, jede unserer Entscheidungen bewusst zu treffen – es sind einfach zu viele. Wissenschaftlicher schätzen, dass zwischen 70% [1] und 95% [2] unserer täglichen Entscheidungen unbewusst getroffen werden. Bei einer durchschnittlichen Anzahl von 20.000 Entscheidungen [3] pro Tag bedeutet dies, dass ein enormer Anteil unserer Handlungen automatisiert abläuft.

Wie aus Routinen Gewohnheiten werden

Diese Automatisierung wird durch Gewohnheiten ermöglicht. Gewohnheiten sind wiederholte Routinen – Abläufe, die wir uns einst bewusst erarbeitet haben und die durch ständige Wiederholung zu einem Teil unseres Unterbewusstseins geworden sind[4]. Ein klassisches Beispiel ist das Fahrradfahren: Anfangs mussten wir uns konzentrieren und üben, doch mit der Zeit wurde es zur zweiten Natur, und heute denken wir nicht mehr darüber nach, wie wir Radfahren.

Gewohnheiten können sehr nützlich sein, da sie uns Zeit und Energie sparen. Allerdings gibt es auch Gewohnheiten, die uns zwar einst dienten, heute jedoch unser persönliches Wachstum und Fortkommen hemmen. Oft drehen wir uns buchstäblich im Kreis, gefangen in veralteten Mustern. Ein Hinweis darauf, dass eine Gewohnheit überholt ist, sind negative Emotionen wie Wut, Ärger oder Frustration, die beim Ausführen dieser Gewohnheit aufkommen.

Indem wir uns dieser Gewohnheiten bewusst werden, können wir sie identifizieren und verändern. Achtsamkeit ermöglicht es uns, überholte Routinen zu erkennen und sie unseren aktuellen Bedürfnissen und Wünschen entsprechend anzupassen.

Achtsamkeit als Schlüssel zum Erkennen überholter Gewohnheiten

Stell dir einmal vor, wie du zur Arbeit gehst oder fährst. Schliesse für einen Moment die Augen und lass dich gedanklich auf diesen Weg mitnehmen. Und dann, mitten in der Bewegung, sage dir innerlich «Stopp» und halte inne. Was siehst du jetzt um dich herum? Was hörst und riechst du vielleicht? Nimmst du die Menschen wahr, die an dir vorbeiziehen, oder die vielen Autos in der Schlange? Das ist Achtsamkeit – im Moment sein, sich nicht treiben lassen, sondern bewusst wahrnehmen. Für mich ist es wie ein An- und Ausschalter: Die Zeit bleibt zwar nicht stehen, aber alles scheint in Zeitlupe, fast verzerrt abzulaufen. In diesen Momenten werde ich mir erst wieder bewusst, wie hastig ich durch die Welt gelaufen bin. Ich atme durch, lächle oft und setze meinen Weg dann langsamer fort.

Achtsamkeit ist daher ein so mächtiges Werkzeug, um uns unserer Gewohnheiten bewusst zu werden. Indem wir innerlich «Stopp» sagen und uns nur auf das Jetzt konzentrieren, können wir unsere wahren Gefühle wahrnehmen – seien es Wut, Zorn, Angst oder Freude.

Du kannst dir auch mal «Stopp», während du eine Aufgabe machst und schau dir an, was du geschaffen hast.

Suchst du nach konkreten Impulsen und Methoden, um mehr Achtsamkeit in deinen Alltag zu integrieren? In diesem Blog-Beitragsechs Impulse. beschrieben, die dir dabei helfen können.

Frau die achtsam auf ihre Arbeit schaut
Frau die achtsam auf ihre Arbeit schaut

Achtsamkeit ist daher ein so mächtiges Werkzeug, um uns unserer Gewohnheiten bewusst zu werden. Indem wir innerlich «Stopp» sagen und uns nur auf das Jetzt konzentrieren, können wir unsere wahren Gefühle wahrnehmen – seien es Wut, Zorn, Angst oder Freude.

Du kannst dir auch mal «Stopp», während du eine Aufgabe machst und schau dir an, was du geschaffen hast.

Suchst du nach konkreten Impulsen und Methoden, um mehr Achtsamkeit in deinen Alltag zu integrieren? In diesem Blog-Beitragsechs Impulse. beschrieben, die dir dabei helfen können.

Unsere Gefühle als Kompass

Negative Gefühle signalisieren oft, dass etwas in unserem Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist. Der erste wesentliche Schritt, um dies zu adressieren, ist die bewusste Wahrnehmung dieser Gefühle durch Achtsamkeit. Der zweite Schritt ist die Erkenntnis, dass jede Emotion – ob positiv oder negativ – eine Chance für persönliches Wachstum darstellen kann. Der dritte Schritt verlangt von uns, die Gewohnheiten zu identifizieren.

Aus eigener Erfahrung kenne ich das Muster des Lästerns nur zu gut – eine Gewohnheit, die durch bestimmte Personen oder deren Verhalten und Kommentare angestossen wurde. Die Entscheidung liegt immer bei mir: Bleibe ich in dem alten überholten Muster, das nicht nur meine eigene Entwicklung blockiert, sondern auch ein negatives Umfeld schafft, oder nutze ich diese Erkenntnis als Anstoss zur Selbstreflexion? Was löst die andere Person in mir aus? Ist es Neid, und wenn ja, worauf genau? Wenn ich etwas leben will, das andere leben, warum erfülle ich es mir nicht selbst? Oder will ich etwas vielleicht sogar loslassen, was andere mir einfach spiegeln? Welche früheren Erlebnisse halten mich zurück? Oder ist es eine Frage der Grenzen, die ich nicht klar kommuniziert habe?

Strichmännchen in verschiedenen Emotionen

Vor dir liegen stets mindestens zwei Wege: In der Gewohnheit verharren oder innehalten und die begleitenden Emotionen reflektieren. Wie fühlst du dich in diesem Moment? Wütend? Verärgert? Ausgeglichen? Überfordert? Ängstlich? Glücklich? Alle Emotionen sind zulässig, ebenso wie alle deine Reaktionen. Doch wenn wir uns unserer Emotionen bewusst werden, übernehmen wir das Ruder und können unser Leben aktiv gestalten.

Fazit

Unsere Gewohnheiten wirken oft im Verborgenen und beeinflussen täglich unsere Entscheidungen, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Sie werden durch bestimmte Situationen und Personen getriggert, die wiederum Emotionen in uns auslösen. Indem wir uns mithilfe der Achtsamkeit dieser Emotionen und der dahinterliegenden Gewohnheiten bewusst werden, eröffnet sich die Möglichkeit, uns weiterzuentwickeln und überholte Muster zu verändern.

Hast du schon einmal eine Gewohnheit bei dir entdeckt, die dich eher behindert als unterstützt hat? Wie bist du damit umgegangen und welche Veränderungen hast du dadurch in deinem Leben erfahren? Erinnere dich an einen Moment, in dem Achtsamkeit dir zu einer wichtigen Erkenntnis über dich selbst verholfen hat. Wie hat sich das für dich angefühlt und was hast du daraus gelernt? Teile deine Geschichten und Erfahrungen mit uns. Deine Einsichten können eine Inspiration für andere sein und zeigen, wie mächtig die Verbindung von Achtsamkeit und dem Bewusstsein für unsere Gewohnheiten sein kann.

  1. Hans-Georg Häusel (2019) Emotional Boosting, 3. Auflage, Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg, S. 13
  2. Andrea Kiesel (2020) Verarbeitet das Gehirn 95% Prozent aller Informationen unbewusst? im Spektrum, Letzter Zugriff: 12.12.2023
  3. Ernst Pöppel (2008) Zum Entscheiden geboren, Hirnforschung für Manager, Carl Hanser Verlag München, S. 19
  4. Maren Urner (2016) Wie wir schlechte Gewohnheiten brechen, Perspective Daily, Letzter Aufruf: 12.12.2023
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