Warum mir dieses Thema wichtig ist

Mich beschäftigt seit vielen Jahren eine Frage:
Warum wollen Menschen und Organisationen etwas verändern und reproduzieren dabei oft genau die Muster, die sie eigentlich überwinden möchten?

Diese Frage begegnet mir persönlich genauso wie beruflich.

Lange habe ich selbst Orientierung vor allem im Aussen gesucht – in Methoden, Konzepten und den Erfahrungen anderer. Erst als ich begann, meine eigenen Annahmen und Muster bewusster zu erkunden, veränderte sich mein Blick auf Entwicklung. Ich begann zu verstehen, dass Orientierung nicht darin liegt, möglichst schnell die richtige Antwort zu finden. Sie kann entstehen, wenn wir genauer betrachten, wie wir zu unseren Erklärungen, Schlussfolgerungen und Entscheidungen kommen.

Dr. Daniela Wolff

Auch beruflich begegnet mir diese Erfahrung immer wieder. Ich habe in grossen Konzernen, KMUs, in der öffentlichen Verwaltung und heute in der Qualitätsentwicklung einer Hochschule gearbeitet. Dabei habe ich erlebt, wie Menschen mit hoher Fachexpertise auf dieselbe Situation schauen und dennoch zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen.

Mich interessiert besonders, was zwischen diesen Perspektiven passiert.

Welche Annahmen liegen unseren Einschätzungen zugrunde? Was beobachten wir tatsächlich und was erklären wir uns bereits? Welche Zusammenhänge übersehen wir möglicherweise? Und was verändert sich, wenn wir unterschiedliche Perspektiven miteinander in Beziehung setzen?

Auch wissenschaftlich begleitet mich diese Frage schon lange. In meiner Dissertation habe ich untersucht, wie Menschen in wissensintensiven Situationen unterstützt werden können, ohne die notwendige Flexibilität ihres Handelns einzuschränken. Damals lag mein Fokus auf Geschäftsprozessen und ihrer informationstechnischen Unterstützung. Die dahinterliegende Frage beschäftigt mich bis heute: Wie kann Orientierung entstehen, ohne den Weg bereits vorzugeben?

Der KAMPINADA®-Kompass ist über die Zeit aus diesen persönlichen, beruflichen und wissenschaftlichen Erfahrungen entstanden. Nicht als fertige Antwort, sondern als eine Möglichkeit, dieses Denken sichtbar und für andere nutzbar zu machen.

Er ersetzt keine Fachexpertise. Er lädt dazu ein, Ziel, Identität, Strategie und Wirkung miteinander in Beziehung zu setzen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und die eigenen Entscheidungsgrundlagen bewusster zu betrachten.

Einige Stationen meines Weges

Mein beruflicher Weg verbindet kaufmännische Praxis, Informatik, Forschung und Qualitätsentwicklung.

Nach einer Ausbildung zur Gross- und Aussenhandelskauffrau habe ich Informatik studiert und im Bereich Wirtschaftsinformatik zu wissensintensiven Geschäftsprozessen promoviert.

Berufliche Stationen und Kontexte:
SRG · SRF · SERV · FRAISA SA · Bundesfinanzministerium · Bundesnotarkammer · Audi · localsearch (Swisscom) · CURAVIVA · HSLU