Wenn Unternehmen über Veränderung sprechen, geht es oft um neue Prozesse, neue Rollen oder neue Methoden.

Dabei übersehen wir leicht etwas Entscheidendes. Veränderung scheitert selten daran, dass Menschen nichts Neues lernen wollen. Sie scheitert häufig daran, dass wir unsere bisherigen Muster nicht erkennen.

Ich weiss das, weil ich meine eigenen lange nicht gesehen habe. Ich dachte, gute Führung bedeutet, für Harmonie zu sorgen, Konflikte zu vermeiden und Verantwortung zu übernehmen.

Heute weiss ich, dass genau dieses Muster Veränderung erschwert hat. Nicht, weil Harmonie etwas Schlechtes ist, sondern weil ich dadurch Erwartungen übernommen, Grenzen zu selten gesetzt und meinem Team zu wenig Orientierung gegeben habe.

Muster entstehen nicht zufällig. Sie entstehen aus Erfahrungen. Aus dem Wunsch nach Sicherheit. Aus Rollen, die irgendwann sinnvoll waren.

Gerade deshalb verschwinden sie nicht, nur weil wir eine neue Strategie beschliessen oder ein neues Framework einführen. Sie verändern sich erst, wenn wir sie erkennen und als Führungskraft anders entscheiden und handeln.

Für mich beginnt Veränderung deshalb mit der Frage:
Welches Muster bringe ich selbst in diese Situation mit?
Denn solange ich mein eigenes Muster nicht sehe, werde ich es immer wieder reproduzieren – selbst dann, wenn ich eigentlich Veränderung erreichen möchte.

Vielleicht muss Führung deshalb gar nicht zuerst andere verändern.
Vielleicht beginnt sie damit, das eigene Muster zu erkennen.

Welches Muster begegnet dir in deinem Team immer wieder? Und welche Rolle spielst du selbst dabei?

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