Orientierungsbereich: Realität

Irritation als Spiegel nutzen

Sich selbst im Anderen erkennen
Die Zusammenarbeit mit anderen Menschen verläuft selten neutral. Manche Begegnungen geben Energie, andere lösen Irritation, Widerstand oder Unsicherheit aus.

Oft scheint diese Reaktion mit dem Gegenüber zu tun zu haben. Häufig erzählt sie jedoch ebenso viel über die eigene Haltung, die eigenen Werte und Erwartungen.

Dieses Tool lädt dazu ein, Beziehungen als Spiegel zu nutzen. Nicht um andere zu bewerten, sondern um die eigene Realität besser zu verstehen.

Personas dienen dabei als Reflexionsraum. Sie helfen, Muster sichtbar zu machen und die eigene Wahrnehmung bewusster zu erkunden.

Es geht nicht darum, Menschen einzuordnen.
Es geht darum zu verstehen, was Beziehungen über die eigene Ausrichtung erzählen.

Personas können helfen sich selbst zu spiegeln
Personas können helfen sich selbst zu spiegeln

Die Erkundung

  • 1

    Menschen sichtbar machen
    Sammelt Menschen oder Gruppen, die in eurem Arbeitsalltag eine wichtige Rolle spielen.

    Das können beispielsweise sein:

    • Kundinnen und Kunden
    • Kolleginnen und Kollegen
    • Führungskräfte
    • Teams
    • Geschäftspartner
    • oder andere wiederkehrende Beziehungspartner.

    Beschreibt diese Personas möglichst konkret.

    • Was zeichnet sie aus?
    • Welche Erwartungen bringen sie mit?
    • Was scheint ihnen wichtig zu sein?
    • Woran wird das sichtbar?
  • 2

    Die eigene Wahrnehmung erkunden
    Betrachtet die entstandenen Personas.

    • Mit welchen Personas arbeitet ihr besonders gerne zusammen?
    • Welche kosten euch besonders viel Energie?
    • Bei welchen entsteht Irritation?
    • Welche überraschen euch?
    • Welche fehlen vielleicht noch?

    Beschreibt möglichst konkrete Situationen statt allgemeiner Bewertungen.

  • 3

    Muster erkennen
    Betrachtet eure Beobachtungen gemeinsam.

    • Welche Gemeinsamkeiten fallen auf?
    • Welche Unterschiede werden sichtbar?
    • Welche Werte scheinen euch besonders wichtig zu sein?
    • Welche Erwartungen werden immer wieder verletzt?
    • Welche Beziehungsmuster wiederholen sich?
    • Welche Annahmen trefft ihr möglicherweise über bestimmte Menschen oder Gruppen?
  • 4

    Die eigene Realität verstehen
    Richtet den Blick nun bewusst auf euch selbst.

    • Was sagen diese Beobachtungen über eure Werte?
    • Was erzählen sie über eure Haltung?
    • Welche Bedürfnisse werden sichtbar?
    • Wo entstehen Spannungen zwischen Anspruch und Wirklichkeit?
    • Welche blinden Flecken könnten erkennbar werden?
    • Welche Beziehungen möchten ihr bewusst stärken?
    • Welche möchten ihr künftig anders gestalten?

    Beschreibt anschliessend eure wichtigsten Erkenntnisse in wenigen Sätzen. Nicht über die anderen, sondern über euch selbst.

  • 5

    Optional: Die eigene Wirkung beschreiben
    Wenn neue Erkenntnisse über die eigene Haltung entstanden sind, kann daraus eine gemeinsame Beschreibung der eigenen Wirkung entstehen.

    Fragt euch:

    • Wofür möchten wir wahrgenommen werden?
    • Welche Haltung soll in der Zusammenarbeit spürbar sein?
    • Was sollen andere erleben, wenn sie mit uns zusammenarbeiten?
    • Woran würden sie das erkennen?

    Beschreibt eure gewünschte Wirkung in wenigen Sätzen. Nicht als Leitbild, sondern als Beschreibung dessen, was andere tatsächlich erleben sollen.

Verortet im KAMPINADA®-Kompass

Ziel

Realität

Strategie

Wirkung