Orientierungsbereich: Realität
Präsenz halten
Eine Spiegelübung, um eigene Reaktionen und Handlungsmuster wahrzunehmen.
In Gesprächen gibt es Momente, in denen nichts gesagt wird.
Oft entsteht genau dann der Impuls, die Stille zu füllen. Mit Worten. Mit Erklärungen. Mit einer schnellen Lösung.
Diese Übung lädt dich ein, diesen Impuls wahrzunehmen, ohne ihm sofort zu folgen.
Nicht, um etwas auszuhalten, sondern um wahrzunehmen, was in der Stille geschieht und welchen Impuls du gerade hast zu handeln.

Die Übung
Setze dich vor einen Spiegel.
Stelle einen Timer auf eine Minute.
Schau dir selbst in die Augen.
Versuche nichts zu verändern.
Beobachte einfach, was in dir entsteht.
Vielleicht helfen dir diese Fragen:
- Was nehme ich gerade wahr?
- Wann entsteht der Impuls wegzuschauen oder etwas zu tun?
- Was möchte ich gerade tun?
- Was verändert sich, wenn ich nicht sofort darauf reagiere?
- Welche andere Möglichkeit entsteht, wenn ich noch einen Moment bleibe?
Beende die Übung bewusst.
Wofür diese Übung hilfreich sein kann
Besonders dann, wenn du bemerkst, dass du in Situationen schnell reagierst, erklärst, überzeugst oder Lösungen anbietest. Die Übung schafft einen kleinen Erfahrungsraum, in dem du beobachten kannst, was zwischen einem Impuls und deinem Handeln passiert.

