Orientierungsbereich: Identität

Gesehen werden: Video zur Selbstwahrnehmung und Sichtbarkeit

Viele wünschen sich, gesehen zu werden – in ihrer Klarheit, ihrer Stärke, ihrem Kern. Doch genau dieser Wunsch kann auch Zurückhaltung auslösen. Denn sichtbar zu sein bedeutet, dass etwas von uns wirklich berührt wird. Etwas Echtes. Etwas Verletzliches. Etwas, das wir nicht kontrollieren können.

Dieses Video lädt Sie in einen solchen Moment ein. Ladina Whitehead begegnet Ihnen still, klar und offen. Inspiriert vom Kunstprojekt „The Artist is Present“ von Marina Abramović und der Forschung von Arthur Aron entsteht ein Raum, in dem Blickkontakt zu einer Form von Selbstkontakt wird.

Vielleicht bewegt dieser Blick etwas in Ihnen. Etwas, das lange keinen Platz hatte und jetzt gesehen werden möchte. Nicht von anderen. Sondern von Ihnen selbst.

Sichtbarkeit ist wenn wir wirklich gesehen werden wollen.
Sichtbarkeit ist wenn wir wirklich gesehen werden wollen.

Wozu dieses Video dient

Wenn wir gesehen werden, zeigt sich oft mehr als im Alleinsein: innere Bewegungen, alte Muster, Rollen, Verletzlichkeit, Stärke und manchmal ein Gefühl, das wir selbst kaum benennen können.

Die entscheidende Frage ist: Können wir das, was sichtbar wird, wirklich halten?

Dieses Video hilft Ihnen, genau das zu erfahren. Nicht laut. Nicht erklärend. Sondern still, in einem Moment, der zeigt, wie es sich anfühlt, wirklich im Blick eines Gegenübers zu sein.

Wie Sie mit diesem Video arbeiten können

  • 1

    Nehmen Sie sich einen Moment
    Wählen Sie einen Ort, an dem Sie sich sicher fühlen.
    Sie müssen nichts vorbereiten - nur ankommen.

  • 2

    Schauen Sie das Video in Ruhe
    Unterhalb dieser Anleitung finden Sie das Video.

    Bleiben Sie, wenn es möglich ist. Schauen Sie hin, wenn Sie möchten. Beobachten Sie, was sich in Ihnen regt.

  • 3

    Spüren Sie nach, was sichtbar wird
    • Was passiert in mir, wenn jemand mich wirklich anschaut?
    • Kann ich den Blick halten – und was macht das schwer?
    • Welche Seite von mir möchte sich zeigen, und welche möchte sich verstecken?
    • Welche Angst zeigt sich, wenn ich sichtbar werde?
    • Was bleibt zurück, wenn der Blick endet?
    • Welche Qualität in mir wird sichtbar, wenn ich nichts leisten oder beweisen muss?

Das Video

Zusatzinformationen

Geeignet für

✅ sich wieder deutlicher spüren möchten
✅ verstehen möchten, wie Sie auf echte Begegnung reagieren
✅ Kontakt zu alten Mustern oder Gefühlen aufnehmen möchten, die sich zeigen wollen

Nicht geeignet für

❌ Sie sich im Moment nicht sicher oder stabil fühlen
❌ Ihre Umgebung keine innere Ruhe oder Innenschau zulässt
❌ Sie auf eine schnelle Lösung oder konkrete Handlungsempfehlung aus sind

Wer hinter dem Video steht

Dieses Video wurde von Ladina Whitehead und Marco Wolff gestaltet. Ihre gemeinsame Arbeit verbindet Präsenz, Kamera und Körperlichkeit  und schafft Räume, in denen Resonanz entstehen kann: ehrlich, unprätentiös, direkt.

Ich freue mich, diesen Moment mit Ihnen teilen zu dürfen. Vielleicht begegnen Sie darin einem Teil von sich selbst, den Sie lange nicht mehr bewusst angeschaut haben.

Warum es wirkt

Ein stiller Blick kann mehr auslösen als viele Worte. Wenn wir gesehen werden - ohne Bewertung, ohne Ziel - zeigt sich oft, was darunter liegt: Schutzmuster, Sehnsüchte, Identität.

Die Wirkung wortloser Begegnung wurde unter anderem vom Psychologen Arthur Aron untersucht. In einem seiner Experimente liess er zwei einander fremde Menschen vier Minuten lang in die Augen schauen. Viele beschrieben danach ein Gefühl unerwarteter Nähe.

Das Kunstprojekt „The Artist is Present“ von Marina Abramović griff diesen Gedanken auf  und machte sichtbar, wie kraftvoll stille Präsenz wirken kann. Menschen weinten, lachten, öffneten sich – allein durch den Blickkontakt.

Dieses Video ist von dieser Form der wortlosen Resonanz inspiriert. Es lädt Sie ein, hinzuschauen - nicht primär auf die andere Person, sondern auf das, was in Ihnen sichtbar wird, wenn Sie wirklich gesehen werden.

Persönliche Erfahrung

Mich hat überrascht, wie intensiv dieses Video wirkt - gerade weil es so leise ist. Manchmal konnte ich den Blick kaum halten. Manchmal wurde ich ruhig. Und manchmal zeigte sich etwas, das einfach gesehen werden wollte: Angst, Zweifel, Tränen – und manchmal auch Kraft.

Vielleicht erleben Sie etwas Ähnliches. Vielleicht öffnet dieses Video auch für Sie einen Raum, in dem Sie sich selbst wieder ein Stück näherkommen.

Weiterführende Informationen

Psychologischer Ursprung:
Arthur Aron (1997), The Experimental Generation of Interpersonal Closeness: A Procedure and Some Preliminary Findings, Personality and Social Psychology Bulletin.
Zur Veröffentlichung auf APA PsycNet (Letzter Zugriff: 21.05.2025)

Artikel über Arons 36 Fragen & das Blickexperiment:
Mandy Len Catron (2015), To Fall in Love With Anyone, Do This, The New York Times.
Zum Artikel (Letzter Zugriff: 21.05.2025)

Kunstprojekt zur stillen Begegnung:
The Artist is Present, Performance von Marina Abramović im MoMA, New York (2010).
Zur Dokumentation auf YouTube (Letzter Zugriff: 21.05.2025)

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