Orientierungsbereich: Identität
Triggerbilder: Innere Muster erkennen und Klarheit finden
Vielleicht spüren Sie, dass Sie in Ihrem Alltag etwas bremst. Aber Sie können nicht klar benennen, was es ist.
Manche Bilder, Situationen oder Begegnungen lösen in uns sofort Ablehnung aus: Sie machen uns wütend, eng oder irritiert. Wir denken: „Das geht gar nicht.“ oder „Wie kann man nur so sein?“
Und doch hat genau dieses Gefühl etwas mit uns selbst zu tun. Solche Trigger zeigen zwei Seiten derselben inneren Bewegung: Entweder etwas ist uns zu viel geworden oder es fehlt uns so sehr, dass wir es nicht mehr zulassen. Wut, Zorn oder starke Abwehr sind keine Fehler. Sie sind Hinweise. Sie zeigen, wo ein altes Muster uns festhält und gleichzeitig verhindert, dass etwas Neues Platz findet.
Dieses Tool unterstützt Sie dabei,
- die Reaktion einzuordnen,
- den Spiegel dahinter zu erkennen,
- und bewusst zu entscheiden, wie Sie damit umgehen möchten.
Nicht als Analyse. Sondern als Moment der Ehrlichkeit – zwischen Ihrem Muster und dem, was Sie eigentlich suchen.

Wozu diese Übung dient
Diese Übung hilft Ihnen, die starken Reaktionen in Ihrem Alltag zu verstehen - nicht als Fehler, sondern als Hinweise.
Sie macht sichtbar, welche Muster Sie festhalten, wo Sie sich selbst begrenzen und welche Bedürfnisse Sie lange übergangen haben.
So entsteht Raum für Klarheit, für neue Entscheidungen und für mehr inneren Halt.
Wie Sie mit dieser Übung arbeiten können
- 1
Wählen Sie ein Bild, das Widerstand auslöst
Gehen Sie durch die Galerie und wählen Sie das Bild, das in Ihnen eine starke, unangenehme Reaktion hervorruft.Vielleicht denken Sie:
• "Geht gar nicht."
• "Was soll das?"
• "Das macht etwas mit mir."Wählen Sie nicht zu lange. Wenn der Verstand übernimmt, verliert sich der erste, wichtige Impuls.
Klicken Sie auf das Bild, um es in Grossformat zu sehen und lassen Sie sich einen Moment Zeit.
- 2
Spüren Sie in Ihre Reaktion hinein
Was passiert in Ihnen, wenn Sie das Bild anschauen?Fragen, die Sie dabei unterstützen können:
• Welche Emotion taucht zuerst auf? (z. B. Wut, Enge, Scham, Ablehnung)
• Welche Gedanken schiessen Ihnen spontan durch den Kopf?
• Woran erinnert Sie dieses Bild? Welche alte Geschichte könnte hier noch wirken?
• Würde das, wovor Sie sich schützen, heute wirklich passieren?Unter jedem Bild finden Sie kurze Impulse - nicht als Erklärung, sondern als Möglichkeit, Ihr Muster zu erkennen. Ihre eigene Wahrnehmung ist dabei immer die wichtigste.
- 3
Erkennen Sie das Muster hinter Ihrer Reaktion
Starke Ablehnung zeigt oft eine innere Bewegung:
• etwas ist Ihnen zu viel geworden,
• oder etwas fehlt Ihnen tief im Innern und findet keinen Raum.Fragen Sie sich dann:
Wie könnte dieses Muster Sie im Moment von Ihrem Ziel abhalten?Oft sind es nicht die äusseren Umstände, die bremsen, sondern die inneren Schutzmechanismen, die verhindern, dass Neues entstehen darf. Wenn Sie das erkennen, entsteht ein erster, kraftvoller Schritt in Richtung Veränderung.
- 4
Formulieren Sie einen Satz, der Ihnen neuen Raum öffnet
Was könnte Ihnen helfen, dieses Muster zu lösen oder zu entspannen?Beispiele:
„Ich darf mich zeigen, auch wenn ich nicht perfekt bin.“
„Ich darf loslassen, ohne die Kontrolle zu verlieren.“
„Ich darf Fehler machen und trotzdem dazugehören.“Formulieren Sie Ihren eigenen Satz. Schreiben Sie ihn auf und hängen Sie ihn sichtbar auf. Nutzen Sie ihn als Anker, wenn das alte Muster wieder auftaucht.

























